Baumaßnahmen

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Liebe Gemeinde,

viele von Ihnen werden aus der „Glocke“ die Entwicklungen in der Gemeinde St. Johannes in Bezug auf das Von-Galen-Heim, das Paulusheim und die Sozialstation der Caritas gelesen haben. Sehr viele Gemeindemitglieder waren auch bei den Infoveranstaltungen und der Pfarrversammlung am Dienstag. Die Resonanzen auf das Projekt waren in einer für mich – wie ich zugeben muss – sehr erleichternden und berührenden Weise  ungemein positiv und hat allen beteiligten Gremien und Planern eine gute Bestätigung und einen starken Rückenwind gegeben.

Naturgemäß kann der Artikel in der Zeitung manche Informationen nur anreißen und muss den Focus zunächst auf das Von-Galen-Heim legen. Aus diesem Grund möchte ich auf diesem Wege einige Betonungen und Erläuterungen hinzufügen:

Etwas Neues …

Leitender Gedanke des Projektes war nicht die Frage: „Wo können wir was, an welchem Ort errichten“ und auch: „Wo beginnen wir zu sparen“, sondern: „Wo schaffen wir unter Berücksichtigung dieser Fragen etwas Neues, das ein „Plus und ein Mehr“ bedeuten kann?“ Als Gemeinde stehen wir dafür, ein Begegnungs- und Gemeinschaftsort nicht nur für viele Menschen zu sein, sondern auch für alle Generationen. Auf natürliche und verständliche Art und Weise, wollen wir Kinder und ihre Familien, Senioren und ihre Angehörigen und die bunte Vielfalt unseres Gemeindelebens, in Kontakt bringen. Das gegenseitige Bereichern und die Teilhabe an den Aktivitäten / am Leben der jeweils anderen ist unbedingt gewollt und hat – so hoffen wir – auch unterstützende Funktion. So sagen wir: Kinder und ihre Familien, Senioren und ihre Angehörigen, gehören in die Mitte unserer Gemeinschaft, ja auch in die Mitte unserer Stadt. Gleichzeitig erkennen wir, dass das Leben in den Einrichtungen (Seniorenheim und Kindergarten) ganz wesentlich ein Teil unseres Gemeindelebens ist. Daher möchten wir die Möglichkeit bieten, dass wir uns ganz positiv gegenseitig bereichern und durchmischen.

Wo hat die Gemeinde ihren Platz …?

Um dies zu ermöglichen - und das macht den Charme des Projektes aus - werden wir mit einem kleinen Raumangebot im Von-Galen-Heim ein Zuhause finden. Neben der Hauskapelle und der Cafeteria entsteht ein Gemeinderaum, der erweiterbar ist zu einem kleinen Pfarrsaal, in dem 80 Personen gut Platz finden können. Mit Gesprächsrunden, Chorproben, Generalversammlungen etc. werden wir nicht nur Gast im Von-Galen-Heim sein, sondern hier für unsere Aktivitäten ein Zuhause finden und dem Von-Galen-Heim die Chance ermöglichen, Gast bei unseren Aktivitäten zu sein. Die weiteren Gruppenräume der Gemeinde (Kinder- und Jugendgruppen, Gesprächskreise, Ausschüsse, Handarbeitsgruppe etc.) finden in der gesamten unteren Etage des Pfarrhauses ihren Platz. Hier war schon mal ein Teil unseres Pfarrheimes, die Räume müssen nicht umgebaut werden und sie werden für das Gemeindeleben nun reaktiviert. So entsteht an dem Ort, wo auch Kaplan und Pfarrer wohnen, ein gemeinsames Zentrum über die Generationen hinweg. Wir wollen zudem ausdrücken: Wo die Seelsorger leben findet nicht Verwaltung sondern das seelsorgliche Leben statt.

Und wo bleibt das Pfarrbüro …?

Durch die Zusammenlegung der Zentralrendanturen Ahlen, Beckum und Oelde sind seit über einem Jahr die unteren Räume des Bernardushauses beinahe leerstehend. Hier wollen wir, für alle gut erreichbar, folgende Büros zusammenführen:
Das Pfarrbüro, Ursula Niemeyer und Brigitte Westarp, das Büro des Verwaltungsreferenten Michael Vennewald, das Büro des Friedhofsbeauftragten Claudius Rochol, die persönlichen Büros von Kaplan Niklas Belting und Pastor Karl Kemper. Auch hier muss die Kirchengemeinde baulich so gut wie nichts verändern, da alle Voraussetzungen für Büros durch die Vornutzung bereits gegeben sind.

Somit besteht die Möglichkeit einer besseren Erreichbarkeit und eine Verwaltung der kurzen Wege.

Wohlwissend, dass der Schritt einschneidend ist und wir eine Veränderung herbeiführen, die erkennbar einen Unterschied macht,
wohlwissend, dass wir etwas aufgeben, was wir mit vielen guten Erinnerungen und wunderbaren Stunden verbinden,
glauben wir in allen Gremien, dass wir am Ende, angesichts der Herausforderungen unserer Zeit und den Entwicklungen in der Kirche, durch dieses Projekt mehr gewonnen haben und eine neue Sicht auf Gemeinde und Kirche dadurch entsteht. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie unsere Gedanken und Überlegungen verstehen und mittragen könnten und mit uns diesen Weg in die Zukunft gehen.

Mit herzlichem Gruß

Ihr Pastor Karl Kemper