Begegnungscafé - Café Oe

vom 29.11. bis 31.12.2021

Was hat vielen Bürgern in der Haupt-Corona-Zeit besonders gefehlt? Die persönlichen Begegnungen mit anderen Menschen. Das haben auch die Verantwortlichen der Katholischen und der Evangelischen Kirche in Oelde seit dem Beginn der Krise so erfahren. Daher laden sie nun, wo der Alltag ein Stück weit zurückgekehrt ist, alle Oelder für Dezember in ihr Begegnungscafé „Oe“ ein. 

Dafür übernehmen die Pfarrei St. Johannes und die Evangelische Kirchengemeinde Oelde vom 29. November bis zum 31. Dezember das Eiscafé Molin al Duomo am Oelder Marktplatz. 

„Was bedeutet Corona für uns und für die Stadtgesellschaft?“ Das sei die Ausgangsfrage gewesen, die sich Verantwortliche in der Pfarrei St. Johannes vor längerer Zeit schon gestellt hätten, erläutert Pastoralreferent Philipp Langenkämper. Daran habe sich die Frage angeschlossen: „Was können wir als Kirche nach der Corona-Zeit für die Gesellschaft leisten?“ Die Antwort: „Wir möchten Raum für Begegnungen schaffen.“ Mit dieser Idee sei man auf die Kollegen der Evangelischen Kirche zugegangen, und die hätten sofort zugesagt. „Es ist ein ökumenisches Projekt“, betont Langenkämper. Auch die Griechisch-Orthodoxe Gemeinde werde sich beteiligen. Das „Oe“ stehe aber nicht nur für Ökumene, sondern auch für Oelde. Alle Bürger seien willkommen. 

Patrizia und Jean Carlo Macorig, die das Eiscafé Molin betreiben, haben im Dezember Winterpause – eine gute Gelegenheit für die Gemeinden, zu testen, wie ihre Café-Idee funktioniert, für die viele ehrenamtliche Helfer (weiterer Text) mit anpacken müssen. „Wir planen erst einmal nur für 2021“, betont Langenkämper. Klar sei aber auch: „Wir werden das Ganze danach reflektieren und gehen an das Projekt sehr ergebnisoffen ran.“ Ebenso offen zeigen sich Macorigs für eine mögliche weitere Zusammenarbeit. 

Das Café „Oe“ soll jeden Tag geöffnet sein. Wann genau, wird noch bekanntgegeben. Ebenso wie das Programm, zu dem beispielsweise Musik und Angebote von Partnern wie der Familienbildungsstätte gehören werden. Ziel sei, jeden Tag entsprechende kulturelle Angebote zu machen, erläutert Christian Stapel (Kirchenvorstand von St. Johannes). 

Auch wenn die Pandemie-Situation sich deutlich entschärft hat – abgehakt ist Corona noch nicht. Und daher ist klar: Es gelten für das Café „Oe“ die im Dezember gültigen Corona-Regeln, und nur ein kleiner Kreis von Verantwortlichen, der in die Materie eingewiesen ist, wird hinter der Theke stehen.

„Alleine können wir das Projekt nicht stemmen“, betont Pfarrerin Melanie Erben (Evangelische Kirchengemeinde Oelde). Daher suche man ehrenamtliche Helfer, die im Café „Oe“ mitmachen wollten. Sie stünden nicht hinter, sondern vor der Theke, und eine ihrer wichtigsten Aufgaben sei, „Zeit zu haben für Gespräche“. 

Am Mittwoch, 6. Oktober, findet ab 18 Uhr ein erstes Informationstreffen für alle Interessierten im Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Oberere Bredenstiege 4, statt. Dafür gilt die 3G-Regel. Jeder, der sich über das Projekt informieren wolle, sei eingeladen, sagt Erben. „Niemand muss sich dadurch schon zum Mitmachen verpflichtet fühlen.“ 

Wer sich telefonisch oder über E-Mail beispielsweise über eine mögliche Mitarbeit im Café „Oe“ informieren möchte, kann dies bei Pastoralreferent Philipp Langenkämper (Pfarrei St. Johannes),   w  02522/5697, langenkaemper@bistum-muenster.de, oder bei Hans-Jürgen Netz, Presbyter der Evangelischen Kirchengemeinde, unter  02522/8344393oder CafeOe@gmx.de tun.

Eva Haunhorst, Die Glocke