Friedensgebet zu Belarus

am Donnerstag,den 24.09.2020 um 18.30 Uhr

Friedensgebet zu Belarus am Donnerstag

Seit 1993 kommen jedes Jahr für ein paar Wochen um die 15 Kinder nach Oelde. Die Tschernobyl-Initiative möchte sie mit Hilfe der Gastfamilien körperlich und seelisch aufbauen. Sie stammen aus Dörfern im Umkreis von Minsk, die infolge des Reaktorunglücks 1986 in Tschernobyl (Ukraine) von radioaktiver Strahlung belastet sind.

Seit der angeblichen Wiederwahl Lukaschenkos am 9. August kommt es immer wieder zu Protesten gegen den autoritären Politiker, dem die Opposition Wahlbetrug vorwirft. „Die Situation in Belarus ist schrecklich“, sagt Erika Pongritz. Schilderungen ihrer Bekannten vor Ort zufolge werden Ärzte entlassen, die Gefolterte behandeln. Wer demonstriere, verliere seinen Job und bekomme keinen mehr. Das betreffe bereits ehemalige Gastkinder.

Das Friedensgebet in der St.-Johannes-Kirche wird von Erika Pongritz und Anette Kerkhoff von der Tschernobyl-Initiative im Beisein von Kaplan Niklas Belting und Pfarrerin Melanie Erben gestaltet. „Wir wollen uns im Gebet mit den Menschen solidarisieren. Wir beten für sie und glauben, dass das Gebet etwas ausrichten kann“, betont Niklas Belting. Pfarrerin Melanie Erben ergänzt: „Wir wollen die Verbundenheit, das, was zwischen den Oelder Familien und den Familien dort gewachsen ist, ausdrücken.“

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte die Tschernobyl-Initiative in diesem Jahr keine Gastkinder in Oelde empfangen. Wie das im nächsten Jahr sein wird, ist ungewiss, nicht nur wegen Corona. „Wenn Lukaschenko an der Macht bleibt, wird er wohl keine Kinder mehr in den Westen lassen“, meint Erika Pongritz.


Bericht: Die Glocke