Impuls für den Alltag

Impuls für den 12.08.2018

19. Sonntag

 „Ich kann nicht mehr, mir reicht es, ich habe die Nase voll!“ – oder -

„Das sehe ich überhaupt nicht ein, ich tu´s nicht mehr!“

Diese Sätze sind  uns nicht fremd.

Sie kommen von Schülern und Wissenschaftlern, von Arbeitslosen und Rentnern, von Bischöfen und Pastören: „ Ich habe die Nase voll, ich kann nicht mehr!“

Eine schlechte Note in der Schule,  Stress bei der  Arbeit, eine langwierige Krankheit,  Spannungen in der Familie, Misserfolge und Enttäuschungen in der Gemeinde: Alle diese Belastungen scheinen uns zu erdrücken. Es klingt wie ein Hilfeschrei: „Ich kann nicht mehr, ich habe die Nase voll!“ –     

                Wir bezeichnen das als Krise.

Elija,  ein gottgesandter Prophet steckte  auch in so einer Krise, nirgends fand er Anklang oder Hilfe.

Gottes Auftrag hatte ihm nur Hass und Feindschaft eingebracht.

Dazu musste er auch noch den abgrundtiefen Hass der mächtigen Königin aushalten. Sie wollte ihn vernichten.

Elija konnte nicht mehr. Er war am Ende seiner Kräfte.

Er sagte: „Es ist genug, Herr. Ich habe mich für dich abgerackert, und es ist nichts dabei rumgekommen. Jetzt nimm mein Leben, ich will sterben.“

Es ist interessant wie die Geschichte weitergeht.

Gott schickt seinen Engel. Er stärkt Elija mit frischem Brot und einem Krug Wasser und sagt zu ihm: »Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich! «

Elija befand sich in der Wüste. Er brauchte Nahrung, etwas zu essen und zu trinken.

Die Wüste ist hier nicht als ein öder Ort gemeint, sondern die Art und Weise, wie Menschen ihr Leben manchmal erleben. Wüste ist eine Lebenserfahrung. Das Leben steckt in einer Krise. Die Kraft ist am Ende: „Nun ist es genug, ich kann nicht mehr.“

In unserer Wüste, bei unseren Krisen, wo die Kräfte schwinden,  sendet Gott uns seinen Engel. Keinen Mann mit Flügeln, er sieht ganz anders aus.

Für einen kranken Mann ist der Engel die liebevolle Frau, die sich um ihn kümmert.

Bei einer schweren Krankheit ist es der Freund oder die Freundin die sagen: „Du schaffst das, Kopf hoch. Ich bin doch bei dir. “

Wir alle brauchen Engel in schwierigen Situationen, damit wir weiter gehen können.

 Von  Zeit zu Zeit schickt uns Gott seinen Engel, der uns mit der nötigen Nahrung stärkt.

Ja, Gott selbst kommt immer wieder zu uns, um uns aufzurichten: „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Ich will euch stärken.“

Für diese Kraft und diesen Trost wollen wir Gott und seinen Engeln dankbar sein!

Das gilt für jeden von uns: Sei dankbar für deinen Engel und sei selbst ein Engel!

Pater Davis